ZaLadI

Zum aufgehenden Licht an der Isar

Freimaurerloge Nr. 544 · Orient München

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Was ist Freimaurerei?

„Nichts geht über das laut denken mit einem Freund."
— Gotthold Ephraim Lessing, Freimaurer

Ein Freundschaftsbund

Über alle Grenzen hinweg verbinden die Logen Menschen, die sich sonst nicht begegnen würden – eine alte Tradition der Überwindung von Trennendem.

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Die Freimaurerlogen folgen damit ihrer alten Tradition, Trennendes zu überwinden, Gegensätze abzubauen, Verständigung, Verständnis und Freundschaft zu fördern sowie der Gefahr einer Isolierung der einzelnen Menschen in der modernen Arbeits- und Freizeitwelt entgegenzuwirken.

Durch Offenheit für den Mitmenschen und seine Probleme will der Freimaurerbund nicht nur der Lebensgestaltung seiner Mitglieder dienen, sondern auch ein Modell für Partnerschaft in der Gesellschaft außerhalb der Logen bieten.

Ein ethisch orientierter Bund

Der Tradition der europäischen Aufklärung folgend, bekennen sich die Freimaurer zu den Werten: Menschlichkeit, Brüderlichkeit, Freiheit, Gerechtigkeit, Friedensliebe und Toleranz.

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Der Freimaurerbund entwickelt zwar kein eigenes ethisches System und versucht schon gar nicht, ethische Überzeugungen in politische Programme zu übertragen. Dennoch gibt die Freimaurerei mit ihren alten Wertpositionen Orientierungen und Maßstäbe für das Denken und Handeln ihrer Mitglieder vor.

Im Vergleichen von Realität und Wertmaßstab, im gemeinsamen Nachdenken und in kritischer Selbstaufklärung sollen Verhaltensweisen und Umgangsstile eingeübt werden, die ein Umsetzen ethischer Überzeugungen in die Lebenspraxis des einzelnen Freimaurers bewirken.

Initiationsgemeinschaft und symbolischer Werkbund

Zur Festigung der zwischenmenschlichen Beziehungen bedienen sich die Logen alter, aus der Tradition der europäischen Dombauhütten stammender Symbole und Rituale.

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Die „Entzauberung der Welt" durch technischen Fortschritt und gesellschaftlichen Wandel sowie die hiervon geprägte Unrast des Alltagslebens bedürfen eines Gegengewichts in Form von Nachdenklichkeit, Ruhe und Gelegenheit zum Sammeln neuer Kräfte.

Freimaurer verschließen sich nicht den modernen Lebens- und Arbeitsformen, zu deren Vermenschlichung sie beitragen wollen. Sie sehen aber in der tätigen Daseinsbewältigung nur eine Seite menschlicher Existenz, die der emotionalen Ergänzung bedarf.

Weder Partei noch Interessenverband

Logen formulieren keine politischen Programme. Als „Gemeinschaft toleranter Ungleichgesinnter" leisten sie einen Beitrag zur Verbesserung der politischen Kultur.

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Logen und Großloge nehmen nicht an parteipolitischen Auseinandersetzungen teil und vertreten nicht die Interessen gesellschaftlicher Gruppierungen und Verbände.

Mit der Verpflichtung zur Menschlichkeit thematisiert ein Grundziel jeder Politik und gemäß ihres Bekenntnisses zur Toleranz hilft sie, die politische Kultur im Sinne einer „streitbaren Gesprächsfähigkeit" zu verbessern.

Weder Nebenkirche noch Ersatzreligion

Als diesseitsorientierte Freundschaftsbünde mit primär ethischer Zielsetzung sind Logen keine Religionsgemeinschaften und bieten keinen Ersatz für Religion an.

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Die Freimaurerei entwickelt keine Theologie und kennt keine Dogmen und Sakramente. Das Symbol „Großer Baumeister aller Welten" verkörpert keinen eigenen freimaurerischen Gottesbegriff.

Es ist Ausdruck der Überzeugung, dass moralisches Handeln die Anerkennung eines übergeordneten sinngebenden Prinzips voraussetzt – ein umfassendes Symbol für Lebenssinn und transzendenten Bezug des Menschen.

Kein Geheimbund und keine Verschwörung

Der Freimaurerbund und seine Mitglieder bekennen sich zu Demokratie und offener Gesellschaft. Zweck, Organisation und Vorstände sind jedem Interessenten zugänglich.

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Viele Veranstaltungen der Freimaurer sind heute öffentlich. Die von den Freimaurern geübte Verschwiegenheit bezieht sich nur auf einige Einzelheiten des freimaurerischen Brauchtums.

Sie ist Symbol für den in jeder Gemeinschaft notwendigen Schutz von Freundschaft und persönlichem Vertrauen. Mit jeder Art von Verschwörung hat Freimaurerei nichts zu tun.

Geschichte unserer Loge

Vom ersten Licht 1902 über dunkle Zeiten bis zur Wiedergeburt 2016

1902

Gründung und Lichteinbringung der Loge „Zum aufgehenden Licht an der Isar" am 20. Februar in München.

1933

Unter dem zunehmenden Druck des NS-Regimes löst sich die Loge mit etwa 80 Brüdern selbst auf. Zehn Münchner Logen mit rund 800 Brüdern teilen dieses Schicksal.

1935

Die Nationalsozialisten verbieten die Freimaurerei vollständig. Die Ideale von Toleranz und Humanität waren mit ihrer Ideologie unvereinbar.

2016

Nach 83 Jahren der Dunkelheit: Die ZaLadI formiert sich erneut und bringt das Licht zurück in die Gemeinschaft.

Heute

Die Bruderschaft wächst stetig. Die ZaLadI ist der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (AfuAMvD) zugehörig.

Unsere Ziele

Die Freimaurerei ist eine Lebensphilosophie – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität als lebendige Praxis.

Gemeinschaft

Wir pflegen Brüderlichkeit, Freundschaft und eine gemäßigte Geselligkeit. Im Einzelnen entwickelt sich eine Kultur der vertiefenden Mitmenschlichkeit.

Ethik

Durch gemeinsames Nachdenken und Diskutieren fördern wir den positiven Lebenssinn und den Weg zu mehr Selbstrespekt, Selbstkritik und Mitmenschlichkeit.

Ritual

Unsere Rituale bieten einen Erfahrungsraum, in dem wesentliche Werte verankert werden. Durch Symbole werden Denkanstöße zur Reflexion vermittelt.

Der Weg zu uns

Grundsätzlich kann jeder freie Mann von gutem Ruf Freimaurer werden. Sie haben sich über die Werte unseres Bundes informiert und möchten intensivere Gespräche führen?

Auf Basis dieser Gespräche und eines gegenseitigen Kennenlernens können Sie und wir entscheiden, ob wir zueinander passen.

kontakt@zaladi.de

Der Beauftragte unserer Loge wird sich zeitnah mit Ihnen in Verbindung setzen.